Die Planung einer Route innerhalb einer Stadt ist eine Kunst der Gruppierung. Öffnen Sie eine Karte und markieren Sie alle Sehenswürdigkeiten, die Sie besuchen möchten. Gruppieren Sie diese nach Stadtteilen: Museen im Norden an einem Tag, Parks im Süden am nächsten. So sparen Sie wertvolle Zeit bei der Reiseplanung. Nutzen Sie Apps wie Google My Maps, mit denen Sie Ihre eigene Karte mit Markierungen erstellen können. Offline-Reiseführer (wie GuruWalk oder Free Walking Tour) sind ebenfalls hilfreich – sie sind nicht nur kostenlos (Trinkgeld ist frei wählbar), sondern bieten auch historische Hintergrundinformationen, die man in Reiseführern nicht findet. Für Museen und beliebte Sehenswürdigkeiten sollten Sie Tickets unbedingt im Voraus online buchen. In der Hochsaison kommt man ohne Ticket nur nach drei bis vier Stunden Wartezeit in den Louvre oder das Kolosseum, mit Ticket hingegen schon nach 15 Minuten.
Ein wichtiger, aber oft unterschätzter Aspekt ist der öffentliche Nahverkehr. In den meisten europäischen Städten empfiehlt sich der Kauf einer City Card. Diese beinhaltet nicht nur die Nutzung aller Verkehrsmittel, sondern auch freien Eintritt in zahlreiche Museen und Ermäßigungen in Restaurants. Der Roma Pass in Rom beispielsweise rechnet sich bereits nach dem Besuch des Kolosseums und zweier weiterer Museen. Wenn Sie viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchten, überlegen Sie, ob eine Tages- oder Dreitageskarte günstiger ist als Einzeltickets. Einige Städte (Berlin, Wien) bieten Gruppentickets für bis zu fünf Personen an – diese sind nur geringfügig teurer als Einzeltickets. Vergessen Sie auch nicht die Möglichkeiten zum Spazierengehen: In kompakten Städten wie Prag, Salzburg oder Brügge lässt sich fast alles zu Fuß erkunden. So entdecken Sie die interessantesten Gassen und Hinterhöfe, die sonst vom Autoverkehr verdeckt werden.
Kulturelle Vorbereitung unterscheidet einen Reisenden vom Touristen. Lernen Sie 10–15 Sätze in der Landessprache: „Hallo“, „Danke“, „Bitte“, „Wie viel kostet es?“, „Wo ist die Toilette?“ (Ja, das ist wichtig!). Einheimische sind Touristen, die sich zumindest ein wenig Mühe geben, ihre Sprache zu sprechen, viel aufgeschlossener. Informieren Sie sich über die Geschichte des Ortes, den Sie besuchen, oder schauen Sie sich zumindest eine Dokumentation an. So werden aus Ruinen, die man sonst nur als „alte Steine“ bezeichnen würde, faszinierende Geschichten. Lernen Sie die lokalen Gepflogenheiten kennen: In Spanien zum Beispiel ist die Mittagszeit zwischen 14 und 16 Uhr. Es ist eine heilige Zeit, in der alle Geschäfte geschlossen sind, und in skandinavischen Ländern ist lautes Sprechen in der Öffentlichkeit unüblich. Die Kultur zu respektieren ist der beste Weg, unangenehme Situationen zu vermeiden und die aufrichtige Dankbarkeit Ihres Gastgebers zu erhalten.
