Deutsche Energieberatungsunternehmen bieten häufig kostenlose Energieberatungen an, insbesondere für Sozialhilfeempfänger und Bewohner von Sozialwohnungen. Aber auch ohne diese Möglichkeit können Sie einen einfachen Test durchführen: Zünden Sie Räucherstäbchen oder eine dünne Kerze an und halten Sie diese an die Ecken von Fenstern, Türen und Steckdosen an den Außenwänden. Flackert die Flamme, gibt es ein Leck. Dichtungen an der Haustür sind ebenfalls günstig. Vergessen Sie auch nicht elektronisch gesteuerte Thermostate: Sie kosten 30–50 Euro, amortisieren sich aber innerhalb einer Heizperiode, da sie die Temperatur nachts und während Ihrer Abwesenheit automatisch senken. WLAN-fähige Modelle ermöglichen Ihnen die Steuerung Ihrer Heizung per Smartphone – zum Beispiel das Einschalten der Heizung eine Stunde vor Ihrer Rückkehr. In Deutschland werden solche Geräte oft vom Staat (KfW oder den örtlichen Energieversorgern) bezuschusst; informieren Sie sich auf der Website Ihrer Stadtwerke.
Luftfeuchtigkeit – der unsichtbare Wärmedieb. Zu trockene Luft (unter 30 %) lässt Ihren Körper die Kälte stärker spüren, sodass Sie die Heizung höher drehen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit (über 60 %) begünstigt Schimmelbildung und erhöht die Wärmeleitfähigkeit der Wände. Der ideale Bereich liegt bei 40–55 %. Wie erreichen Sie das? Erstens: Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht im Schlafzimmer, sondern im Badezimmer bei geschlossener Tür und geöffnetem Fenster oder im Wäschetrockner. Zweitens: Kochen Sie mit Deckel und schalten Sie die Dunstabzugshaube ein. Drittens: Verwenden Sie Zimmerpflanzen, die die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise regulieren (z. B. Sansevieria oder Dreimasterblume). Und wenn Sie Wassertropfen auf den Fensterscheiben oder schwarze Flecken an den Wandfugen bemerken, lüften Sie Ihr Zimmer häufiger. Möglicherweise gibt es Probleme mit der Dämmung oder die Heizkörper sind defekt. In Deutschland ist dies ein Grund, die Hausverwaltung zu kontaktieren – sie ist verpflichtet, die Heizungs- und Lüftungsanlage zu überprüfen.
Gas- und Stromtarife sind ein anderes Thema. Viele Deutsche nutzen jahrelang den Grundversorgungstarif ihres lokalen Anbieters, der fast immer teurer ist. Nutzen Sie Vergleichsportale (z. B. Check24, Verivox) und geben Sie Ihre Postleitzahl und Ihren geschätzten Verbrauch ein. Sie werden vielleicht überrascht sein, aber es gibt Verträge mit Festpreisen für 12 bis 24 Monate, inklusive Anmeldebonus oder sogar Gratis-Kilowattstunden in der Nacht. Der Anbieterwechsel dauert online nur 15 Minuten und Sie können 100 bis 300 Euro pro Jahr sparen. Sie sind nicht verpflichtet, Ihren alten Anbieter zu informieren – der neue erledigt alles automatisch. Fotografieren Sie einfach Ihre Zählerstände am Tag des Wechsels. Noch ein Tipp: Zahlen Sie Ihre Heizkosten nicht in gleichen Raten über das Jahr verteilt (Abschlag), sondern nach tatsächlichem Verbrauch, wenn Sie für die Wintermonate sparen können. So vermeiden Sie Schulden beim Energieversorger.
